18 Monate nach der Krebsdiagnose
Zuerst wieder mein Hinweis: Ich bin weder (Tier-)Ärztin, noch Naturheilkundlerin, noch in sonst irgend einer Art medizinisch ausgebildet. Ich habe mir die Informationen zusammengesucht, mich durchgefragt und probiere aus. Und was mit meinem Hund funktioniert, muss nicht mit deinem funktionieren.
Aber ich möchte unsere Erfahrungen mit einem krebskranken Hund noch zu Ende erzählen.
Unser Hund lebt nämlich noch!!

Wir sind super glücklich, dass die Therapie und die gesamte Behandlung bei uns so gut geholfen haben. Und wir wissen absolut zu schätzen, dass unser Dicker super sensibel ist und sich lieber zu früh als zu spät meldet. Ich denke, dass das der Grund war, warum der Krebs früh genug diagnostiziert wurde.
Denn eigentlich gibt es keine Erklärung, warum der Hund 18 Monate nach der Diagnose eines Hämangiosarkoms noch lebt, ist das doch eine hochagressive Krebsart, die sich über das Blut ausbreitet und schnell Metastasen bildet.
Seit April sind wir wieder in Frankreich und sind natürlich auch gleich zu Dr. de Pauw von Vetaurelia gegangen. Er hat zweimal hingeschaut, ob wir wirklich mit dem selben Hund gekommen sind. Schnulli ist mittlerweile 12 1/2 Jahre alt und hat mit Alterserscheinungen wie Arthrose zu tun. Er humpelt mehr schlecht als recht durch die Gegend und seit ein paar Wochen ist unser Radius sehr klein geworden. Dr. de Pauw behandelt nun also die Alterserscheinungen anstatt des Krebs – und das finde ich super! Denn das war unser Ziel: Dass unser Hund an Alterschwäche sterben darf und nicht am Krebs.
Der Hund freut sich generell seines Lebens, genießt es, in der Sonne zu liegen, sich auf jeder Rasenfläche, die er finden kann, zu wälzen. Auch wenn er kaum noch rumkommt und das Aufstehen mühsam ist.
Wir machen rentnergerechte Runden, die mehr Stehen und Träumen sind als das Tagespensum an Schritten zu erreichen. Wenn wir in den Baumarkt oder Pflanzenladen gehen, dann nehmen wir jetzt immer einen von den Schwertransportwagen mit und wenn Schnulli nicht mehr laufen kann, dann kommt er auf die Ladefläche und wird geschoben. So kommt er raus, die Nase bekommt Input und die Gelenke tun nicht so weh. Langsam und achtsam ist die Devise.

Was ich für die Hundegesundheit tue
Wie schon hier beschrieben, habe ich nach natürlichen, immunmodulierenden Dingen recherchiert und die bekommt er immer noch. Also morgens Kollostrum, abends Beta Glucan, Goldene Milch und CBD Öl. Und auch die Steine liegen noch bei ihm – better safe than sorry…
Außerdem habe ich verschiedene Hilfsmittel für Hunde-Rentner gekauft.
Um ihm das Aufstehen zu erleichtern, bekommt er Socken an. Aber nicht zu oft, sonst gewöhnt er sich zu sehr daran und rutscht ohne dann unkontrolliert aus.
Für Treppen habe ich ihm ein Geschirr gekauft, mit dessen Hilfe ich sein Hinterteil „tragen“ kann. Sonst verweigert er nämlich den Aufstieg, aber wenn ich das Gewicht übernehme, geht es.
Und dann sind wir von einer Treppe zu einer Rampe gewechselt, damit er alleine ins Auto kommt, er wiegt immerhin fast 40 kg und sobald man ihn hochhebt, macht er sich noch schwerer.
Die letzte Anschaffung ist ein Laser-Therapie-Gerät, um die Arthrose zu behandeln.
Hunde-Rentner mit Krebsvergangenheit
Natürlich sitzt uns der Krebs die ganze Zeit im Nacken. Aber irgendwann muss man sich von der Angst befreien. Wir können nicht mehr tun, als wir tun können. Damit meine ich: In einer anderen Familie hätte er eine andere Behandlung bekommen, aber von uns bekommt er, was wir geben und leisten können. Dazu gehört auch, dass ich oft die Goldene Milch vergesse und manchmal die Pulver zu spät bestelle. Und manchmal probiere ich aus, ob die Schmerzmittel reduziert werden können, weil sie wirklich ziemlich teuer sind. Wir haben keine Tierkrankenversicherung und bezahlen alles selber. Zum Glück war das möglich, aber manchmal wird das Geld schon ein bisschen knapp.
Wir sind froh, dass wir diesen Weg gewählt haben und diese tolle Klinik gefunden haben. Ich würde nicht von „Wunder“ sprechen, denn es war verdammt hart und unglaublich viel Arbeit, mit dem Köti die Krebsbehandlung zu durchlaufen. Dennoch ist es natürlich erstaunlich, dass er noch lebt. Was ich wiederum überwiegend ihm zuschreibe, denn er hat uns darauf hingewiesen, dass etwas bei ihm nicht stimmt und nur ein bisschen mir, weil ich die Hoffnungslosigkeit der ersten Tierärztin nicht zugelassen habe und eine andere Klinik gesucht habe.
Jetzt versuchen wir, das Beste aus der gewonnen Zeit zu machen. Wenn er ganz offensichtlich irgendwohin will, dann gehen wir eben, wenn er im Winter auf der Terrasse liegen will, na dann bringen wir eben alles raus, damit er sich nicht verkühlt.
Good News zum Schluss
Dr. de Pauw hatte bei der letzten Visite angeregt, dass wir die Lunge röntgen sollten, weil sich die Metastasen dort am ehesten bilden. Ich habe lange überlegt, ob ich das Ergebnis verkraften kann. Ausschlaggebend war, dass der Arzt meinte, es gäbe gute Medikamente, wenn es so sein sollte.
Aber das Röntgenbild zeigt eine saubere Lunge!!
Hast du auch Erfahrungen mit der Chemotherapie deines Hundes gemacht oder hast du Tipps, die anderen helfen könnten? Teile sie gerne in den Kommentaren – jede Erfahrung zählt und kann jemanden unterstützen!
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